In Einzelsitzungen und Gruppenanlässen können Aufstellungen helfen innere und äussere Konflikte zu verstehen, zu lösen und eigene Ziele leichter zu erreichen.

Was sind Aufstellungen?

Aufstellungsarbeit hat zwei Besonderheiten. Erstens wird davon ausgegangen, dass alles mit einander in Beziehung ist. Wir leben immer in Beziehung zu etwas – am Arbeitsplatz, in der Liebesbeziehung, in der Freundschaft, in der Familie, in uns drin mit uns selbst und mit der Welt. Zweitens wird in Aufstellungen ein inneres Abbild sichtbar gemacht. Es geht darum die Dynamiken in Form von Gedanken, Gefühlen, Verhaltensweisen, Körperempfindungen, Zuständen und Situationen fassbar zu machen. Eine Aufstellung hat mit dem eigenen Erleben zu tun. So kann es sein, dass selbst wenn zwei Personen eines gleichen Systems (Familie, Paar, Unternehmen) eine Aufstellung machen, jeweils andere Inhalte im Fokus stehen.

Was ist das spezielle an den Aufstellungen von Karin Wyttenbach?

Karin Wyttenbach fokussiert die Lösung von intergenerationalen Traumamustern und orientiert sich an den Bedürfnissen des Klienten, der Klientin. Eine Aufstellung kann daher eine Familien- oder Organisationsaufstellung sein oder eine integrative Aufstellung, die weitere Systeme wie zum Beispiel Körpersysteme (z.B. Hormone) oder Selbstanteile (Inneres Kind, Zukunfts-Ich etc.) beinhaltet. Die Aufstellungen berücksichtigen mehrere Ansätze:

  •       Intergenerationalität
  •       Systemische Sichtweise
  •       Integrative Sichtweise
  •       Lösungsorientiert (zielfokussiert)
  •       Narrativ orientiert
  •       Existentiell-phänomenologisch
  •       Bindungsorientiert (aus dem Trauma heraus)

Wie läuft eine Aufstellung ab?

Karin Wyttenbach wird im Gespräch mit der Klientin, dem Klienten das Ziel der Aufstellung festlegen. Danach werden die wichtigsten Elemente benannt und positioniert. Im Dialog mit den aufgestellten Elementen wird herausgefunden, warum die Situation ist wie sie ist und was es braucht, um das Ziel zu erreichen (lösungsorientiert). Dieser Prozess folgt Prinzipien (strukturorientiert) und berücksichtigt stets die momentane Empfindung des Klienten, der Klientin bis sich der Klient, die Klientin von innen heraus bestärkt und mit Harmonie gefüllt fühlt (empowerment). 

Was bringt eine Aufstellung?

Durch eine Aufstellung können sich Gefühle, Glaubenssätze und Gedanken verändern, die vorher unbewusst und blockiert waren. Ein besseres Verständnis von sich selber, der eigenen Situation sowie den Beziehungen, in denen man ist, kann aus Aufstellungen resultieren. Nach einer Aufstellung haben sich viele Klientinnen und Klienten schneller an aktuelle Situationen angepasst und konnten schwierige Situationen leichter bewältigen. Sie fühlten sich inspiriert, Lösungen umzusetzen und neue Wege mit Selbstvertrauen zu gehen.

Kann man eine Aufstellung online durchführen?

Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass eine Aufstellung auch online durchführbar ist und positive Effekte haben kann. Bitte buchen Sie im Voraus ein Kennenlerngespräch mit Karin Wyttenbach, wenn Sie neu bei uns sind.

Muss man die Familie bei einer Familienaufstellung oder das Team bei einer Organisationsaufstellung mitbringen?

Nein. Relevante Elemente werde durch Repräsentanten aufgestellt. In Aufstellungen wird davon ausgegangen, dass wir Teil eines grösseren Systems unabhängig von Zeit und Raum sind. Zum Beispiel das Familiensystem beinhaltet alle Mitglieder einer Kernfamilie, sprich Grosseltern (auch wenn sie schon gestorben sind), Eltern, Kinder, dabei hat jede Generation sowie jedes Individuum über die Zeit hinweg Unterschiedliches erlebt. Deren Zustände haben mit unserem heutigen Innenleben zu tun und nach einer Aufstellung kann es sein, dass sich das Innenleben ändert, weil unbewusste Verstrickungen mit Familienmitgliedern in Balance gebracht worden sind.

Warum können Repräsentanten spüren was vor sich geht, obwohl wir uns nicht kennen?

PhD Rupert Sheldrake erklärt, dass Pflanzen, Tiere sowie Menschen über ein morphogenetisches Feld miteinander verbunden sind. Sheldrake ist Biologe und gehört zu den 7.5% meist zitierten Wissenschaftlern der Welt und hat mehrere Auszeichnungen für sein Engagement erhalten. Sein grösstes Werk handelt von morphische Resonanz. In Zusammenhang mit Familienaufstellungen beschreibt Sheldrake, dass die Mitglieder einer Familie als soziale Gruppe zu verstehen ist. In jeder sozialen Gruppe existiert eine Art unbewusstes Gedächtnis. Im unbewussten Gedächtnis einer sozialen Gruppe sind alle Gewohnheiten und Verhaltensweisen verankert. Bei einer Aufstellungsarbeit sind solche Informationen zugänglich.

 

Das morphogenetische Feld erklärt übrigens auch warum Familienmuster über mehrere Generationen hinweg tendenziell stabil bleiben. Bei einer Aufstellung werden Familienmuster sichtbar und können verändert werden.

(Quelle: siehe Referenzen hier unten bei Rupert Sheldrake)

Wo werden Aufstellungen allgemein gemacht?

Aufstellungen ist eine Methode, die in Coaching, Therapie, Politik, Schulen, Krankenhäusern und Unternehmen weltweit angewendet wird. Die Konzepte der Aufstellungsarbeit haben sich auf dem Markt im Verlauf der letzten Jahrzehnte dynamisch weiterentwickelt, so dass heute eine Vielfalt an Herangehensweisen in der Praxis existiert. Im Kern geht es jedoch nach wie vor darum, das eigene innere Abbild in Bezug auf eine Situation, eine Beziehung oder ein Anliegen sichtbar zu machen und zu verändern. Wissenschaftliche Studien haben Aufstellungsarbeiten zu verschiedenen Fragestellungen untersucht (Cohen, 2006; Ramos & Ramos, 2019; Retzlaff, 2013; Scholtens et al., 2019; Weinhold et al., 2013)

 

Aufstellungen für Themen in der Partnerschaft

Auslaugende Routine Adieu – Neue Wege der liebevollen Begegnung

 

Eine Paarbeziehung ist eines der wichtigsten Ziele, die wir Menschen in unserem Leben haben. Wir sehnen uns nach Liebe, Bindung, Zuneigung und Anerkennung. Wenn Kritik, Abwertung, Provokation oder fehlende Sexualität, geringe Zärtlichkeit, Desinteresse in der Liebesbeziehung zu alltäglich werden, wird es Zeit sich neue Lösungen zu überlegen. Mit der Aufstellungsarbeit können dahinter liegende Muster bewusst werden und Veränderungen ermöglicht werden. 

 

Häufige Partnerschaftsziele:

  • Langfristig erfüllende Intimität, Zärtlichkeit und Sexualität leben
  • sich miteinander verbunden fühlen/sich nahe fühlen (Commitment, Wir-Gefühl)
  • Emotionale Unterstützung bei unerfülltem Kinderwunsch/ Unfruchtbarkeit
  • Achtsame Kommunikation und Ausdrucksfähigkeit 
  • Emotionale Verletzungen lösen (z.B. eigene Kindheitswunden, Fremdgehen)
  • Vertrauensvoll Liebe einander geben und nehmen, sich einander öffnen können
  • Vertrauen in der aktuellen Partnerschaft aufbauen und festigen, sich in einer Beziehung sicher und akzeptiert fühlen
  • Klarheit in Entscheidungssituationen finden
  • Alltag in der Paarbeziehung Ressourcen orientiert bewältigen und Stress lindern 
  • Wertvolle, gemeinsame Zeit mit Neugierde und Freude geniessen können
  • Zusätzliche Unterstützung bei herausfordernden Themen wie Scheidung, psychische Probleme (z.B. Suchtverhalten, Trauma, Burnout, Ängste; wir verstehen uns als zusätzliche Unterstützung bei diesen Themen und ersetzen keinen Psychologen oder Arzt)

Aufstellungen für das Familiensystem

In Familienaufstellungen werden Verstrickungen mit Familienmitgliedern sichtbar gemacht und nach systemischen, traumalösungsorientierten Prinzipien aufgelöst werden bis ein stimmiges Bild der inneren Familie entsteht.

 

Aufstellungen für Unternehmen (Organisationsaufstellungen)

Dynamiken in Teams und Unternehmen können durch Aufstellungen sichtbar gemacht werden und nach systemischen, traumalösungsorientierten Prinzipien aufgelöst werden.

Referenzen

Cohen, D. B. (2006). “Family Constellations”: An Innovative Systemic Phenomenological Group Process From Germany. The Family Journal, 14(3), 226–233. https://doi.org/10.1177/1066480706287279

Ramos, S., & Ramos, J. A. (2019). Process of Change and Effectiveness of Family Constellations: A Mixed Methods Single Case Study on Depression. The Family Journal, 27(4), 418–428. https://doi.org/10.1177/1066480719868706

Retzlaff, R. (2013). Development of Family Therapy and Systemic Therapy in Germany. Contemporary Family Therapy, 35(2), 349–363. https://doi.org/10.1007/s10591-013-9267-1

Scholtens, S., Boer, H., Smit, M., Stam, J. J., Schmitt, A., & Fleer, J. (2019). Leadership training in medical students using systemic awareness: An evaluation study [Preprint]. In Review. https://doi.org/10.21203/rs.2.12524/v1

Weinhold, J., Hunger, C., Bornhäuser, A., Link, L., Rochon, J., Wild, B., & Schweitzer, J. (2013). Family constellation seminars improve psychological functioning in a general population sample: Results of a randomized controlled trial. Journal of Counseling Psychology, 60(4), 601–609. https://doi.org/10.1037/a0033539

 

Rupert Sheldrake Vernon Dialogues. Podcast Nr. 23 Family constellations.

https://www.sheldrake.org/audios/sheldrake-vernon-dialogues?highlight=WyJjb25zdGVsbGF0aW9ucyJd [abgerufen am 22.11.2020]

 

Rupert Sheldrake. Morphic Fields and Family constellations. Youtube. 17.02.2020, https://www.youtube.com/watch?v=ty5lz9mVezU [abgerufen am 22.11.2020]

 

Rupert Sheldrake Website. Blogartikel von Angermaier, M. J. W., & Jonas, S. Astrologie, Familienstellen und das Morphogenetische Feld.

https://www.sheldrake.org/deutsch/astrologie-familienstellen-und-das-morphogenetische-feld?highlight=WyJmYW1pbGllbnN0ZWxsZW4iXQ== [abgerufen am 22.11.2020]